SalzAlpenSteig
St. Bartholomä am Königssee

  Der SalzAlpenSteig

Salzgewinnung

Das Salz prägt die Geschichte

Aus den Bergen in der Umgebung von Berchtesgaden, Bad Dürrnberg und Hallstatt kommt noch heute Salz. Die Sole wird aus den Stollen in die Salinen befördert, wo in hochmodernen Thermokompressionsanlangen Siedesalz erzeugt wird. Davon hatten jene Menschen, die 5.000 v. Christus mit Steinbeilen und Pickeln aus Hirschgeweih mühsam Salz gewannen, nicht die leiseste Vorstellung.

Salz & Wasser

Im 12. Jahrhundert wurde der Salzabbau revolutioniert: Zur Salzgewinnung wurde nun Wasser in künstlich geschlagene Hohlräume geleitet und das Salz so aus dem Stein gelöst. In hölzernen Rohrleitungen floss die Sole aus den Stollen bis zu den Sudpfannen und wurde dort so lange erhitzt bis nur mehr das Kochsalz übrig blieb. Noch heute sind Überreste der alten Soleleitungen im Dachstein-Salzkammergut und in Berchtesgaden zu bestaunen. In Hallstatt, Hallein, Bad Reichenhall und Berchtesgaden laden aktive Schaubergwerke zur Fahrt Untertag ein - in eine Zeit als Salz noch „das weiße Gold“ war.

 

 

Das weiße Gold

Das älteste Bergwerk der Welt wurde ca. 1.200 v. Christus gegründet: die Werkzeuge waren so weit entwickelt, dass man ins Berginnere vordringen konnte. Fast 300 Meter tief wurde bei spärlichsten Lichtverhältnissen gegraben, Salz in faustgroße Stücke geschlagen und in Fellbeutel ans Tageslicht gebracht. Für uns ist heute kaum noch vorstellbar, welch kostbares Gut Salz einst war. Salz bedeutete Gesunderhaltung und war lange das einzige Koservierungsmittel um lebenswichtige Nahrung für karge Wintermonate haltbar zu machen.

Wo Salz ist, ist Leben und Wohlstand, das wussten auch die Kelten und Römer. In späteren Jahrhunderten wurde das "weiße Gold" zur wichtigen Einnahmequelle für Erzbischöfe, Herzogtümer, Monarchen und Handelsleute. Die Habsburger waren ebenso involviert wie Kaiser Maximilian I., die Fürstpropstei Berchtesgaden oder Eberhard II. von Regensberg. Wichtige Salinen-Orte wie Bad Reichenhall und Traunstein blühten auf.

 

 

Der Mann im Salz

Als 1734 in einem Hohlraum im Bergwerk die Decke einstürzte, fanden drei erschrockenen Bergleute einen mumifizierten Kollegen. Salz und Luftabschluss hatten ihn gut konserviert, Gesicht und Körper waren jedoch plattgedrückt wie ein Brett. Er wurde auf 150 Jahre geschätzt und rasch am Friedhof begraben. Nachdem der Pfarrer aber keine Ungetauften auf diesem Platz akzeptieren wollte, wurde er exhumiert und an einem unbekannten Ort verscharrt. Heute vermuten Wissenschaftler, dass es einer jener Bergleute war, die bei der Naturkatastrophe 350 v. Christus ihr Leben lassen mussten. 

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